Geschichte des Klosters

Das Phajoding-Kloster wurde im 13. Jahrhundert von Phajo Drugom Zhigpo (1184-1251), dem tibetischen Lama, der die buddhistischen Lehren der Drukpa Kagyü in Bhutan verbreitete und als „Strom der Barmherzigkeit“ bekannt ist, gegründet. Es ist eine der heiligsten Meditationsstätten in Bhutan.

Phajo und das Phajoding-Kloster sind für die bhutanischen Menschen von tiefer religiöser Bedeutung und dies spiegelt sich bis heuter in ihrem Volkstum und ihren Gemeinschaftserinnerungen wieder. Die Bedeutung der Erhaltung dieses Klosters und seiner buddhistischen Traditionen ist unschätzbar.

Phajo wurde in Ost-Tibet in der Provinz Kham geboren. Seine Geburt wurde von den charakteristischen Zeichen, die der Geburt eines hochentwickelten Wesens folgen, umgeben. Im Alter von sieben Jahren begann er seine monastischen Studien und als er zwölf Jahre alt war, wurde er an den renommierten Nyingmapa-Meister Tharpalingpa gesandt, von dem er die Gesamtheit der Nyingma-Lehre empfing. Bald darauf hörte er von den Lehren des Drukpa-Gründers Tsangpa Gyare, den er darufhin treffen wollte. Auf seiner Reise zu ihm verschied Tsangpa Gyare, jedoch hatter er kurz vor seinem Tod eine Vision, dass ein Mann aus Kham kommen würde, und dass dieser die Lehren der Drukpas (die auf dem Mahamudra und den Sechs Yogas Naropas basierten) in den „Südlichen Ländern“, dem heutigen Bhutan verbreiten würde.

Im Alter von vierzig Jahren, kam Phajo nach Bhutan, wo er für 28 Jahre bis zu seinem Tod in der Tango-Erimitage, die jetzt eine imposante Dzong in der Nähe der Hauptstadt Thimphu ist, verblieb. Seine Ankunft wurde als eine Bedrohung für die Hegemonie der Herrschenden angesehen und Konflikt folgte. Bei diesem brachte Phajo magische Geräte und Techniken zum Einsatz, um den Streit zu seinen Gunsten zu entscheiden und Herrscher über das westliche Bhutan zu werden.

Phajo hatte während einer Meditation in Taktshang (dem Tigernest-Kloster in Paro) eine Vision, in der er von Guru Rinpoche aufgetragen wurde vier Festungen (Dzongs), vier Eremitagen in Höhlen (Phugs) und vier Meditationsorte auf Felskuppen (Drags) zu etablieren, welches er während seiner Lebenszeit erreichte. Von den zwölf heiligen Stätten, die er begründet hat, gilt neben dem Tango-Kloster in der Nähe von Thimphu, der Meditationsort der als Thugs-je-Taste (Thuji Lhakhang) bekannt ist und über dem heutigen Phajoding-Kloster liegt, für Buddhisten als am spirituell wertvollstem.

Thuji Lhakang in der Nähe der Felskuppe, auf der Phajo meditierte und wo das „drub chu“ immer noch fließt.

Es war an dieser Stelle an der Phajo am Ende einer einmonatigen Meditation eine Vision von Chenrezig, dem Buddha des Mitgefühls hatte. Es heißt, das er, um herauszufinen, ob seine Lehren in ganz Bhutan verbreitet werden würden, die Felswand an der er meditierte mit seinem Wanderstock berührte. Wenn seine Lehren verbreitet werden würden, so sollte Wasser aus der Felswand fließen, was es anschließend auch tat . Dieses heilige Wasser, das als „drub chu“ bekannt ist, fließt immer noch aus der Felswand und ist in ganz Bhutan berühmt für seine Eigenschaft, Menschen mit Sprachstörungen zu heilen.

Die meisten Gebäude in Phajoding wurden jedoch 1748 von Gyelwa Shakya Rinchen (1710-1759), dem 9. Je Khenpo (rjemkhanpo), der als die Reinkarnation von Rechungpa, Hauptschüler Milarepas gilt, gebaut.